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4 Gründe keinen sozialen Netzwerken beizutreten – Teil 4: Trivialität

In den letzten Wochen haben wir uns mit den Problemen der Privatsphäre, dem Urheberrecht und dem Zeitfaktor auseinandergesetzt. In diesem Teil des Essays geht es um Trivialität.

Ich fürchte, zu abhängig vom Feedback anderer Menschen zu werden und meine Authentizität zu verlieren. Ein ‚like‘ is nicht wirklich. Ich möchte nicht unbedingt, dass meine Kunst auf dieser Art von Platform populär ist.  Popularität könnte meine Kunst trivialisieren.

Lasst uns ehrlich sein – wir alle möchten und brauchen Anerkennung für das was wir sind und tun. Auch als Künstler.

Andererseits kann Kunst nicht ausschließlich da sein,  einem Publikum zu gefallen, und ‚große‘ Kunst genannt werden. Diese Diskrepanz wird fast jedes Künstlerleben auf irgendeine Art beeinflussen.

Wir wollen anerkannt sein, aber nicht ‚gemocht‘ – nunja – wenigstens nicht von der Allgemeinheit.

Popularität- so scheint es – geht mit Trivialität einher. Und Kunst sollte über dies hinausgehen (selbst dann, wenn sie nicht explizit die Gesellschaft kritisiert). Der Künstler kreiert für etwas ‚größeres‘, ‚idealistischeres‘ als den Markt.

Soziale Netzwerke allerdings sind der Inbegriff des Populären. Wie können wir unsere hohen Ideale in einer Welt von schnell geklickten ‚Likes‘, Katzenvideos und Selfie-Berühmtheiten auf Instagram bewahren?

Andererseits denken wir mal an diejenigen Künstler, die wir heute am meisten für ihre Authentizität und ihren Idealismus verehren.

Hätten sie Facebook genutzt? oder über ihre Arbeit gebloggt? Van Gogh, zum Beispiel, hätte alles dies getan, da bin ich mir sicher. Er hätte gerade den Aspekt geschätzt, zu ’normalen‘ Menschen zu sprechen und nicht zu den Experten. Auch hatte er viel zu großen missionarischen Eifer um seine Gedanken und seine Kunst für sich zu behalten. Ist das Herz voll fließt der Mund über. Viele Künstler führten ein Tagebuch in der Erwartung, dass dieses eines Tages veröffentlicht werden würde.

Die ‚großen Namen‘ der zeitgenössischen Kunstwelt haben selbstverständlich ihr Twitter und Facebook Profil, wenn wohl auch die meisten nicht von den Künstlern selbst geführt werden.

Die Frage ist für mich wieder einmal nicht ob soziale Netzwerke zu nutzen sondern wie es zu tun.

Wie man als Künstler in sozialen Netzwerken authentisch bleibt

  • not ‘ask’ for likes
  • don’t change your route according to popular trends
  • no likes for likes
  • be supportive but not in order to be supported
  • share things you like but not with the expectation to get shared yourself
  • share original content
  • don’t become addicted to the dopamine boost through likes and shares
  • don’t get frustrated when there is no response.
  • show yourself exactly how you are – don’t change in order to be more popular
  • be patient

Then the Internet will help you to find ‘your’ audience – not any audience, but the right people who will value what you have to offer.

4 reasons not to join social networks – Part 1: Privacy

4 reasons not to join social networks – Part 2: Copyright

4 reasons not to join social networks – Part 3: Time

Shadows

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