Twitter und die Kunst – ein Fallbeispiel

Twitter gehört mit 271 Millionen aktiven Nutzern weltweit zu den beliebtesten sozialen Netzwerken. Obwohl auf 140 Zeichen beschränkt, verlinken Tweets meist auf längere Blogposts. Sogenannte Hashtags helfen den Nutzern, für sie relevante Inhalte zu finden und mit Menschen Kontakte zu knüpfen, die ähnliche Interessen teilen. Wie kann das als Künstler, Kulturinstitut oder Galerie genutzt werden?

  1. um eine Interessengemeinschaft zu bilden – und damit ein größeres Publikum anzuziehen,
  2. um mit Besuchern/Publikum zu kommunizieren,
  3. um die ansonsten passive ‚Fangemeinde‘ an Kunstprojekten aktiv teilnehmen zu lassen.

Ich fand dieses großartige Beispiel eines Mitmach-Projektes in Kopenhagen:

#happywall

Happy Wall ist ein Projekt des Künstlers Thomas Dambo. Aus den Überbleibseln einer temporären Tuborg-Kinobühne beim Roskilde Festival 2013 schuf er eine interaktive Wand mitten in Kopenhagen. Die Wand besteht aus fast 2000 Holztafeln. Umgedreht zeigen die Holztafeln eine andere Farbe. Menschen können durch Schließen und Öffnen der Tafeln ihr eigenes Kunstwerk erschaffen: Muster, Texte, Figuratives – was auch immer gefällt.

Die Teilnehmer werden aufgefordet, ihr Werk zu fotografieren und auf Twitter oder Instagram mit dem Hashtag #happywall zu veröffentlichen.

Ich konnte beobachten, wieviel Vergnügen Jung und Alt beim Gestalten und Fotografieren hatten.

Hier ein paar Fotos:

Colourful Happy Wall

photo: Tony Shertila

Happy Wall

photo: Jacqueline ter Haar

Happy Wall

photo: リンドン

 

Das Projekt bringt sowohl dem Künstler wie auch der Stadt Kopenhagen viel Aufmerksamkeit im Internet. Die Assoziationen mit dem Projekt sind:

zeitgenössisch, kreativ, Freude, zusammen arbeiten und unsere Welt gestalten, Offenheit, Spaß, Verbundenheit mit der Welt, jeder kann aktiver Teil der Gesellschaft sein, Recycling, Bewusstsein von Potential, positive Energie im Wiederaufbau nach Zerstörung, Ökologie, Zukunft.

 Danke für einen ‚happy day‘ in Kopenhagen, Thomas Dambo!

Mehr über den Künstler  hier.

Foto: Guillaume Baviere

 

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